Neuer Ausbau unseres VW Busses Teil 1
- vanlifestore

- 21. Okt. 2020
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Nov. 2020
Mit Beginn des ersten Lockdowns hieß es, dass die Geschäfte für mindestens 2 Wochen schließen würden (was wussten wir schon...?) und so dachten wir, dass wir bei IKEA neuen Stoff kaufen sollten um während dieser Zeit die Vorhänge im Bus zu erneuern. Es war dort jedoch so unglaublich voll, dass wir ziemlich frustriert umdrehten. Am nächsten Tag - ich wusste einfach nicht, wohin mit meinem Tatendrang - riss ich kurzerhand ALLES aus dem Bus heraus. Die Idee des kompletten Neuausbaus war geboren. Kleine Pointe vorweg: wir haben alles erneuert, nur nicht die Vorhänge .....
VORHER:
Rausgerissen war alles sehr schnell...
So oder ähnlich habe ich mich dann gefühlt, als mir klar wurde wieviel Arbeit vor mir lag.
Zuerst einmal musste die alte Isolierung heraus. Die Hohlräume habe ich dann mit Armaflex ACE selbstklebenden Dämmmatten gefüllt. Da ich die Seitenverkleidung schon einmal Jahre zuvor selbst zugeschnitten hatte, konnte ich die alten Teile als Vorlage für die neuen nehmen. Für die Seitenverkleidung habe ich MDF Platten mit einseitigem Ahorn Dekor gewählt. Die lassen sich superleicht
zuschneiden und bringen auch nicht viel Gewicht mit.
Den, im Bild zu sehenden, hinteren Gurt habe ich abmontiert und ausrangiert und die Seitenteile mit Befestigungsclips an der Karosserie befestigt. Die Bodenplatte (Sperrholz mit 15mm Stärke) haben wir uns im Bauhaus auf Maß zuschneiden lassen und darauf Vinylboden in Holzoptik verlegt. Dieser lässt sich leicht mit dem Cuttermesser in den Ecken anpassen, ist pflegeleicht und sieht super aus. Wir haben jedenfalls schon viele Komplimente dafür bekommen ;-)
Die alte Sitz-und Schlafbankkonstruktion wollten wir behalten, mussten diese jedoch kürzen, um Platz für die neu geplanten Schränke zu schaffen. Dazu später mehr.
Die Sitzbank ist übrigens auch ein Eigenbau. Die Anleitung hierfür habe ich in dem Buch Jetzt helfe ich mir selbst-VW Campingbus selbstgebaut gefunden. Die Konstruktion ist auch für ungeübte Handwerker nicht allzu schwer, da das wirklich trickreiche daran die Klappscharniere sind und die gibt es einfach passend für jedes Fahrzeug zu kaufen.
Die Bank wurde dann mit Winkeln an der Karosserie und am Boden verschraubt.Für die Hinterbank befinden sich immer noch ein Dreipunkt-und ein Hüftgurt im Bus, so dass wir bei Bedarf auch mal zwei Mitfahrer sicher transportieren können.

In anderen Bussen habe ich mehrfach gesehen, dass es hinter dem Fahrersitz eine Trennwand gibt und mir in den Kopf gesetzt, dass wir diese auch unbedingt brauchen, um den Küchenraum zu erweitern. Leichter gesagt als getan, da die Anpassung an den Bus doch recht schwierig war. Ich brauchte soviel Anläufe zum einpassen, dass letztendlich eine zweite, neue Holzplatte her musste, um den Zuschnitt perfekt zu machen.
Als sehr hilfreich hat sich ein einfacher kleiner Holzblock erwiesen, an dem ich einen Stift befestigt habe. So konnte ich an der Karosserie mit dem Holz entlang fahren und der Stift hat die geplante Trennwand markiert.
Die meiste Zeit habe ich übrigens mit sitzen, nachdenken und entspannen verbracht. Das kommt dabei heraus, wenn man ohne richtigen Plan anfängt.
Aber der Druck weiterzumachen wuchs - schließlich wollten wir bereit sein, wenn die Reisebeschränkungen aufgehoben werden.
Teil 2 folgt........



























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